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Eine simple Technik, um einen guten Aufhänger für Ihr Buch zu finden

Angenommen, Sie haben Ihr Manuskript fertig, es ist lektoriert, korrigiert, Layout und Cover stehen. Nun wollen Sie Ihr Buch auf Amazon veröffentlichen, es auf Ihrer Website ankündigen oder eine eigene Landingpage erstellen, um sie fürs Buchmarketing zu nutzen. Dafür brauchen Sie Text. Content. Eine Buchbeschreibung. Einen Eyecatcher. Etwas, das die zufälligen oder durch Anzeigen gezielt zu Ihrem Werk gelenkten Besucher augenblicklich neugierig macht. Schlagkräftige Worte über Ihr Buch, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. 

Wir alle wissen, wie wichtig der erste Eindruck ist. Einen Menschen findet man auf Anhieb sympathisch oder eben nicht. Online – auf Plattformen, Webseiten, Landingpages, quasi überall – ist das genauso. Der erste Eindruck, der erste Satz, das erste Foto entscheidet. Hopp oder Top. 

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wie lange Besucher einer Internetseite brauchen, um zu entscheiden, ob sie verweilen oder weiterklicken. Die Zeitspanne reicht von ein paar Millisekunden – so lang wie ein kurzes Blinzeln mit den Augen – bis zu 3 bis 4 Sekunden. Das ist nicht viel Zeit, um Menschen neugierig auf Ihr Buch zu machen, oder? 

Wie Sie eine Aufhänger-Headline für Ihr Sachbuch finden 

Wie formulieren Sie nun einen Text, der Aufmerksamkeit auf sich zieht? Wie erwärmen Sie mit ein paar wenigen Worten potenzielle Kunden für Ihr Thema? Wie bauen Sie eine tragfähige Brücke vom Leserinteresse zu Ihrem Buch?  

Mit einem „Aufhänger“, wie wir Journalisten sagen. Dieser Aufhänger ist absolut entscheidend dafür, ob Besucher bleiben, um weiterzulesen, oder nicht. 

Was wäre, wenn ich Ihnen erklären würde, wie Sie in wenigen Schritten einen Aufhänger schreiben. Würden Sie das lernen wollen?

Ja? Wow, dann haben Sie soeben erlebt, wie die Macht eines Aufhängers wirkt. Meiner hat 20 Wörter verteilt auf zwei Sätze und Sie sind neugierig geworden. Diese Länge ist okay. Denn ein Aufhänger sollte nicht mehr als 25 Wörter haben, besser nur 10 bis 15. Das hängt etwas vom Thema ab. Je kürzer, desto wirkungsvoller. Denken Sie daran, dass Ihnen nur die Zeitspanne zwischen einem Blinzeln und 4 Sekunden zur Verfügung steht, um einen Interessenten für Ihr Buch zu begeistern.   

Eine einfache Technik 

Die gute Nachricht: Es gibt eine einfache Technik dafür. Sie funktioniert bei fast jeder Art von Buch. Wenn Sie beispielsweise ein Sachbuch über Persönlichkeitsentwicklung, Kindererziehung, Gesundheit oder Selbsthilfe in einem bestimmten Bereich geschrieben haben, stellen Sie sich vor, Sie hätten nur die Länge einer Aufzugsfahrt vom Erdgeschoss in den 4. Stock zur Verfügung, um einem Interessenten zu erklären, worum es in Ihrem Buch geht. Maximal 15 Sekunden. Ein klassischer Elevator Pitch also. 

Wie würden Sie beginnen? Stellen Sie sich zuerst als Autor vor? Sagen Sie Ihrem Gegenüber, warum Sie das Buch geschrieben haben? Beten Sie im Eiltempo die wichtigsten Inhaltspunkte runter? Zu schnell, als dass man sie erfassen oder gar nur annähernd begreifen kann? 

Nein, das funktioniert nicht. Machen Sie Ihr Gegenüber mit einem oder zwei Sätzen neugierig. Bringen Sie auf den Punkt, was Ihr Gegenüber davon hat, Ihr Buch zu lesen. Schaffen Sie das?

Zuerst sollten Sie sich sicher sein, wer Ihr Gegenüber, besser gesagt Ihre Leserzielgruppe, ist. Um einen guten Aufhänger und anschließend eine gute Buchbeschreibung zu formulieren, müssen Sie direkt zu Ihren Lesern sprechen – nicht zu „Menschen im Allgemeinen“. Das bedeutet, dass Sie eine Vorstellung darüber haben sollten, wer Ihre Leser sind. Vor allem ist es wichtig, zu wissen, welches Informationsbedürfnis diese Menschen haben, um eine aktuelle Herausforderung in ihrem Leben zu meistern.

Denken Sie darüber nach, bevor Sie den Aufhänger formulieren. Denken Sie über Ihre Zielgruppe, deren Wünsche und das besondere Problem nach, das Ihr Buch lösen kann. Achten Sie darauf, dass Sie das kurz und klar ansprechen. Ohne diese Informationen sind Ihre Chancen, einen überzeugenden Aufhänger zu schreiben, relativ gering.

Ich habe einen Tipp für Sie: Versuchen Sie es mit dem Satzanfang „Was wäre, wenn ich Ihnen sagen/zeigen/erklären würde, …?“ und vervollständigen Sie diesen mit Ihren eigenen Worten und Inhalten.

Das könnte so aussehen:

  • Was wäre, wenn ich Ihnen zeigen würde, wie Sie in wenigen Schritten einen Aufhänger schreiben?

  • Was wäre, wenn ich Ihnen erklären würde, wie Sie in nur 6 Wochen perfekt Italienisch lernen?

  • Was wäre, wenn ich Ihnen sagen würde, dass Sport in Wirklichkeit ungesund ist, auch wenn alle Welt etwas anderes behauptet?

  • Was wäre, wenn ich Ihnen sagen würde, dass Corona gar kein ansteckender Virus ist, sondern völlig harmlos ist?

  • Was wäre, wenn ich Ihnen zeigen würde, dass Erfolg nicht nur planbar, sondern absolut berechenbar ist?

  • Was wäre, wenn ich Ihnen sagen würde, dass man keinen Schulabschluss braucht, um ein erfolgreicher Unternehmer zu werden?

Macht Sie das neugierig? Fragen wecken Neugierde und bauen eine Verbindung zum Gegenüber auf. Probieren Sie verschiedene Varianten aus. Dies ist eine sehr einfache Technik, die unglaublich wirkungsvoll ist. Wenn Ihnen das zu banal erscheint, können Sie einen Schritt weitergehen: Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Satz hat Kraft, formulieren Sie ihn um und machen ihn noch knackiger. 

  • Wie Sie in wenigen, einfachen Schritten einen Buchaufhänger schreiben, der Leser magisch anzieht. Interessiert Sie das? 

  • In nur 6 Wochen perfekt Italienisch zu lernen, macht Sie zum Helden Ihres nächsten Italienurlaubs. Wollen Sie das sein?

  • Jeder sagt, Sport sei gesund, doch niemand ahnt, dass das gar nicht stimmt.  

  • Alle Experten lügen: Die Angst vor Corona ist unbegründet, weil der Virus völlig harmlos ist. 

  • Erfolg ist kein Zufall, sondern exakt plan- und berechenbar. Glauben Sie nicht?  

  • Es geht auch ohne: Nicht jeder erfolgreiche Unternehmer war in der Schule eine Leuchte; manche haben nicht einmal einen Schulabschluss.

Sie sehen, dass der Aufhänger keine Wiedergabe des Buchinhalts ist, sondern einem Interessenten lediglich einen ersten Anhaltspunkt geben soll, was „für ihn drin ist“, wenn er Ihr Buch liest. Gefällt ihm das, wird er die darauffolgende Buchbeschreibung lesen, die natürlich ebenso spannend formuliert sein sollte wie der Aufhänger. 

Mehr dazu im nächsten Blog ... 

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